Banggai-Kardinalbarsch im Aquarium im Zoo Zürich

Banggai-Kardinalbarsch

Pterapogon kauderni

Der Banggai-Kardinalbarsch schweben bevorzugt in Gruppen von bis zu 60 Tieren direkt über langstacheligen Seeigeln (Diadema setosum). Jungtiere mit einer Körperlänge von etwa 2 bis 3 Zentimetern bleiben dabei besonders nah bei den Seeigeln.

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Rote Liste
Stark gefährdet
Zuchtprogramm

Der Banggai-Kardinalbarsch wurde 1920 vom schwedischen Forscher Walter Kaudern entdeckt und ihm zu Ehren Pterapogon kauderni genannt. 1933 erfolgte die erste Wissenschaftliche Beschreibung, danach geriet die Art lange in Vergessenheit. Erst 1996 wurde sie sozusagen wiederentdeckt und zunächst fälschlich für eine Unbekannte Art gehalten. Nach ihrer Präsentation auf der Messe für Aquarienfische in Nürnberg wuchs die Nachfrage als Zierfisch rasant.

Optisch ist der Banggai-Kardinalbarsch unverwechselbar: Sein silbrig weisser Körper trägt drei kontrastreiche, schwarze Querbänder sowie zahlreiche kleine, weisse Punkte auf Körper und Flossen. Die Flossen sind lang ausgezogen, besonders die zweite Rückenflosse und die Schwanzflosse. Männchen und Weibchen sehen sich äusserlich sehr ähnlich und lassen sich kaum unterscheiden. Ein zuverlässiges Merkmal zeigt sich meist erst während der Brutpflege, wenn das Maul des Männchens durch die aufgenommenen Eier sichtbar anschwillt. Bei der Paarbildung beginnt das Weibchen mit der Balz, indem es wiederholt unter der Schwanzflosse des Männchens hindurchschwimmt, um seine Paarungsbereitschaft zu signalisieren. Dieses Verhalten kann mehrere Stunden oder länger dauern. Nach der Eiablage nimmt das Männchen die Eier ins Maul und betreibt Maulbrüten. Während dieser bis zu einem Monat dauernden Phase frisst es nichts und wendet die Eier regelmässig.

Bei den meisten Fischarten schwimmen die frisch geschlüpften Larven frei im offenen Wasser und werden dabei von Strömungen oft weit fortgetragen, wodurch neue Gebiete besiedelt werden. Beim Banggai-Kardinalbarsch entfällt dieses freischwimmende Larvenstadium: Die Jungfische schlüpfen bereits fertig entwickelt aus dem Maul des Männchens und bleiben in der Nähe. Das erklärt sein ungewöhnlich kleines natürliches Verbreitungsgebiet, welches sich auf das Banggai-Archipels beschränkt. Dieses begrenzte Areal und der intensive Aquarienhandel bedrohen den Bestand: die Art ist stark gefährdet.

Verwandtschaft

Kardinalbarsche (Apogonidae), Pterapogon, Banggai-Kardinalbarsch

Lebensraum

Seegraswiesen, Mangroven, Lagunen und Korallenriffen in Wassertiefen von einem halben Meter bis zu 4.5 m

Lebensweise

paarweise, teilweise in grossen Gruppen

Nahrung

Zooplankton (Ruderfusskrebse, kleine Zehnfusskrebse, Meerasseln sowie Eier und Larven)

Verwandtschaft

Kardinalbarsche (Apogonidae), Pterapogon, Banggai-Kardinalbarsch

Lebensraum

Seegraswiesen, Mangroven, Lagunen und Korallenriffen in Wassertiefen von einem halben Meter bis zu 4.5 m

Lebensweise

paarweise, teilweise in grossen Gruppen

Nahrung

Zooplankton (Ruderfusskrebse, kleine Zehnfusskrebse, Meerasseln sowie Eier und Larven)

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