Diese Blattschneiderameisen-Art lebt in den tropischen Gebieten Süd- und Mittelamerikas. Wie es ihr Name verrät, schneidet sie kleine Stücke aus Pflanzen und ist dabei sehr effizient. Sie sammelt mehr Pflanzenmaterial als alle anderen Tiere in ihrem Lebensraum.
Der Mensch sieht die Blattschneider-Ameise deshalb oft als Schädling. Dabei spielt sie eine wichtige Rolle für das Gleichgewicht der Ökosysteme.
Die Blätter, die die Blattschneiderameisen sammeln, fressen sie nicht selbst. Stattdessen nutzen sie sie, um Pilze zu züchten, die ihre eigentliche Nahrung sind. Mit ihren Mundwerkzeugen schneiden sie die Blätter in kleine Stücke und tragen sie in ihren Bau. Dort schaffen sie ideale Bedingungen für den Pilz, der auf dem Pflanzenmaterial wächst und von dem sich die Ameisen dann ernähren.
Komplexes Sozialsystem
Blattschneiderameisen leben in grossen Kolonien, die aus bis zu fünf Millionen Ameisen bestehen. Diese Kolonien haben ein komplexes Kastensystem mit einer Königin und vielen Arbeiterinnen, die verschiedene Aufgaben übernehmen.
Die Königin ist das einzige Weibchen, das Eier legt. Die männlichen Ameisen haben nur eine kurze Lebensdauer. Ihr einziges Ziel ist die Fortpflanzung mit der Königin.
Die restlichen Weibchen teilen sich auf in Soldatinnen und Arbeiterinnen. Die Soldatinnen verteidigen ihren Staat und haben auffallend grosse Mundwerkzeuge. Zu den Aufgaben der Arbeiterinnen gehören das Schneiden und Tragen der Blattstückchen, das Pflegen der Pilzgärten sowie das Umsorgen der Königin und der Larven.
Verwandtschaft
Familie der Formicidae, Gattung Atta (17 Arten)
Lebensraum
tropischer Regenwald in Süd- und Mittelamerika
Lebensweise
leben in grossen unterirdischen Nestern
Sozialstruktur
Kastensystem mit verschiedenen Aufgaben für Arbeiterinnen und einer Königin