Wie für Gespenstschrecken (Phasmatodea) typisch, sind die Weibchen grösser als die Männchen. Die Art zeigt eine vorwiegend braune bis dunkelbraune Färbung, wobei die Weibchen in der Regel eine dunklere Tönung besitzen. Ein distinktes Geschlechtsmerkmal stellt der Legeapparat (Ovipositor) der Weibchen dar, mit dem sie ihre Eier einzeln in den Boden ablegen. Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal sind die modifizierten Hinterbeine der Männchen: Diese sind kräftiger ausgebildet und besitzen einen auffällig grossen Dorn.
Die Fortpflanzung kann sowohl über sexuelle Reproduktion als auch durch Parthenogenese erfolgen, also eine asexuelle Form der Fortpflanzung, die vorwiegend in Abwesenheit von Männchen auftritt.
Im Gegensatz zu vielen anderen Gespenstschrecken hält sich die Dorngespenstschrecke nur selten in höheren Baumregionen auf. Als dämmerungs- und nachtaktives Insekt verbringt sie den Tag primär am Boden, wo sie sich unter Laub oder Rinde verbirgt. Nachts klettert sie gelegentlich auf Bäume, bleibt jedoch stets in Bodennähe.
In ihrem natürlichen Habitat spielt sie eine zentrale ökologische Rolle, indem sie zur Zersetzung organischer Materialien beiträgt und somit den Nährstoffkreislauf des Waldes unterstützt.
Eine morphologisch ähnliche Art ist die Dornschrecke (Eurycantha horrida), die in enger Verwandtschaft zur Dorngespenstschrecke steht. Die beiden Arten lassen sich jedoch anhand mehrerer Merkmale differenzieren.
Die Dorngespenstschrecke erreicht mit einer Körperlänge von etwa 16 cm (bei Weibchen) eine grössere Endgrösse. Zudem weist ihr Exoskelett eine vergleichsweise glattere Oberfläche mit weniger stark ausgeprägten Dornen auf, während ihre Körperfärbung homogener erscheint.
Unterschiede zeigen sich darüber hinaus im Verhalten: Während die Dorngespenstschrecke bevorzugt bodennah lebt, ist die Dornschrecke häufiger in höheren Ästen anzutreffen und reagiert zudem aggressiver auf Bedrohungen.
Verwandtschaft
Stabschrecken (Lonchodidae), Gattung Dornstabschrecken (10 Arten)
Lebensraum
tropische Regenwälder von Papua-Neuguinea und Salomonen, bevorzugt in feuchten, Schattigen Umgebungen
Lebensweise
dämmerungs- und nachtaktiv
Sozialstruktur
einzelgängerisch, Männchen territorial