Gestreifter Blattsteiger (Phyllobates vittatus) in der Forschungsstation des Zoo Zürich

Gestreifter Blattsteiger

Phyllobates vittatus

Der Gestreifte Blattsteiger besitzt eine giftige Haut. Die Giftstoffe werden jedoch nicht selbst produziert, sondern über die Nahrung aufgenommen und im Körper eingelagert.

VU

Rote Liste
Gefährdet

Der gestreifte Blattsteiger lebt endemisch in feuchten Tieflandregenwäldern entlang von Bächen im Südwesten Costa Ricas. Er hält sich fast ausschliesslich am Boden und in der Nähe von flachen Gewässern auf und klettert nur selten höher als einen Meter in die Vegetation.

Die Art ist tagaktiv und territorial. Rivalisierende Männchen tragen ihre Auseinandersetzungen vor allem akustisch sowie durch Imponierverhalten und kurze Verfolgungsjagden aus.

Aufgrund ihres Hautgiftes müssen erwachsene Tiere nur wenige Fressfeinde fürchten. Die giftigen Alkaloide – Spuren von Batrachotoxinen – erhält der gestreifte Blattsteiger ausschliesslich über die Nahrung. In Menschenobhut verlieren die Tiere ihre Toxizität fast vollständig, da die relevanten Beutetiere fehlen.

Der gestreifte Blattsteiger hat ein ausgeprägtes Brutpflegeverhalten. Das Männchen sitzt vor seiner Bruthöhle und lockt Weibchen mit einem mehrere Sekunden währenden, arttypischen Trillern an. Das Weibchen legt schliesslich zwischen 10 und 25 Eier, meist auf ein Blatt oder in eine feuchte Höhle. Dort befruchtet sie das Männchen und bewacht sie anschliessend und befeuchtet sie regelmässig.

Nach circa 18 Tagen schlüpfen die Kaulquappen. Das Männchen trägt sie einzeln auf dem Rücken zu ruhigen Wasserstellen. Die Metamorphose zum kleinen Frosch ist nach etwa 2 bis 3 Monaten vollendet.

Das Verbreitungsgebiet des gestreiften Blattsteigers ist klein und fragmentiert. Es wird durch diverse Faktoren wie zum Beispiel Abholzung oder Gewässerverschmutzung zunehmend beeinträchtigt. Zusätzlich ist die Art vom internationalen Tierhandel betroffen. 

Verwandtschaft

Baumsteigerfrösche (Dendrobatidae), Blattsteiger (Phyllobates, 5 Arten)

Lebensraum

feuchte Tieflandregenwälder entlang von Bächen in Höhen von 20 bis 550 m ü. M.

Lebensweise

tagaktiv, bodenlebend (klettern höchstens 1 m hoch in die Vegetation); Männchen sind territorial

Nahrung

Ameisen, Käfer, kleine Wirbellose

Lebensraum im Zoo:

Forschungsstation
Verwandtschaft

Baumsteigerfrösche (Dendrobatidae), Blattsteiger (Phyllobates, 5 Arten)

Lebensraum

feuchte Tieflandregenwälder entlang von Bächen in Höhen von 20 bis 550 m ü. M.

Lebensweise

tagaktiv, bodenlebend (klettern höchstens 1 m hoch in die Vegetation); Männchen sind territorial

Nahrung

Ameisen, Käfer, kleine Wirbellose

Lebensraum im Zoo:

Forschungsstation
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