Wie es für die Seidenspinnen üblich ist, webt die Madagaskar-Seidenspinne grosse und stabile Netze. Diese haben einen Durchmesser von bis zu zwei Metern und eine goldgelbe Färbung.
Wissenschaftler*innen gehen davon aus, dass die Färbung des Netzes eine anziehende Wirkung auf Insekten haben könnte und sich das Netz im Schatten ausserdem besser tarnt. So kann die Spinne zum einen mehr Insekten anlocken, die sie fressen kann. Zum anderen wird die Spinne dank der Tarnung selber weniger schnell von Fressfeinden wie Vögeln oder Reptilien entdeckt.
Die Netze werden ständig erneuert. Die Weibchen fressen die Teile, die ersetzt werden müssen, und spinnen mit ihren Spinndrüsen das neue Stück Netz ein.
Die Madagaskar-Seidenspinne weist einen ausgeprägten Sexualdimorphismus auf. Das bedeutet, dass sich Männchen und Weibchen in ihrem Aussehen stark unterscheiden. Während der Körper des Weibchens bis 3 Zentimeter gross werden kann und sie mit Beinen etwa so gross ist wie eine menschliche Hand, sind die Männchen deutlich kleiner. Ihre Körperlänge beträgt 6 bis 13 Millimeter. Die Weibchen zeigen zudem eine auffällige Färbung mit rot-schwarz gestreiften Beinen und einer gelben Musterung auf dem Körper. Diese Färbung dient vermutlich als Warnfarbe für Fressfeinde.
Verwandtschaft
Seidenspinnen (Nephilinae), Gattung Trichonephila (13 Arten)
Lebensraum
Regenwald auf Madagaskar und anderen ostafrikanischen Inselstaaten
Nahrung
hauptsächlich Insekten