Webervögel gehören zu den Sperlingsvögeln. Die meisten Arten leben in Afrika. Weniger häufig sind sie auf den Inseln des Indischen Ozeans und in Asien.
In Madagaskar leben vier verschiedene Webervogelarten. Der Madagaskarweber ist der häufigste Vogel Madagaskars.
Die Männchen des Madagaskarwebers fallen während der Brutzeit durch ihr rotes Gefieder auf. In der übrigen Zeit sehen sie den Weibchen und Jungvögeln sehr ähnlich. Dann sind die Vögel leicht mit unseren «Spatzen» (Haussperlingen) zu verwechseln.
Während der Brutzeit lebt der Madagaskarweber paarweise, in der übrigen Zeit in grösseren Gruppen von bis zu mehreren hundert Tieren. Die Vogelart bewohnt auch völlig entwaldete Gebiete, Savannen und Gärten und Parks.
Der Madagaskarweber ernährt sich von Grassamen, Reiskörnern und Nektar; während der Fortpflanzungszeit auch von Insekten, Spinnen und Raupen.
Das kugelförmige Nest wird etwa zwei Meter über dem Boden an einem Ast hängend gebaut. Es besteht aus geflochtenen Gräsern. Im oberen Bereich des Nestes wird seitlich ein kurzer, breiter Eingangstunnel geflochten. Ins Nest legt das Weibchen drei bis vier Eier.
Der Madagaskarweber wurde auf den vor Madagaskar liegenden Inseln (Seychellen, Komoren, La Réunion, Mauritius, Rodrigues) eingebürgert.
Verwandtschaft
Webervögel (Ploceidae), Gattung Foudia (7 Arten)
Lebensraum
lichte Wälder, Savannen, landwirtschaftliche Gebiete, Siedlungen bis 2500 m ü. M.
Sozialstruktur
in grossen Schwärmen, in der Brutzeit paarweise und territorial