Die tatsächliche Körperlänge ist maximal 28 Zentimeter. Wie für Gespenstschrecken typisch, sind die Weibchen grösser als die Männchen. Beide Geschlechter sind grün oder braun gefärbt. Die Männchen weisen zusätzlich eine schmale, türkisfarbene Linie entlang der Körperseite auf.
Die Malaiische Riesenstabschrecken hängt an ihren Mittel- und Hinterbeinen an einem Zweig und streckt das vorderste Beinpaar nach vorne. Sie sieht damit aus wie ein Ast.
Ein weiterer Schutzmechanismus ist die Autotomie, das gezielte Abwerfen von Körperteilen. Packt ein Fressfeind die Malaiische Riesenstabschrecke an einem ihrer Beine, kann sie dieses abwerfen, um der Gefahr zu entkommen. Allerdings ist dieser Mechanismus energetisch kostspielig, denn adulte Tiere können so verlorene Gliedmassen nicht regenerieren. Lediglich Nymphen (Jungtiere) sind in der Lage, während der Häutungen ihre Beine teilweise nachwachsen zu lassen.
Die Fortpflanzung erfolgt normalerweise sexuell, kann in Abwesenheit eines Männchens aber auch per Parthenogenese stattfinden. Bei der Eiablage «schleudern» die Weibchen ihre Eier mit einem kraftvollen Ruck des Abdomens weg. So werden die Eier zufällig verteilt und das Risiko, dass ein Fressfeind alle Eier findet, wird reduziert.
Verwandtschaft
Familie der Phasmatidae, Gattung Phobaeticus (6 Arten)
Lebensraum
tropische Regenwälder auf der malaiischen Halbinsel
Körperlänge
Weibchen bis 28 cm, Männchen bis 15 cm