Moorente (Aythya nyroca) im Masoala Regenwald des Zoo Zürich

Moorente

Aythya nyroca

Die Moorente ist eine kleine Tauchente, die hervorragend an die Nahrungssuche unter Wasser angepasst ist. Selbst in trüben Gewässern kann sie ihre Nahrung mithilfe ihres gut ausgeprägten Tastsinns zuverlässig aufspüren.

NT

Rote Liste
Potenziell gefährdet

Die Moorente ist die kleinste Vertreterin der Tauchenten innerhalb der Gattung Aythya. Eine Besonderheit unter Tauchenten ist, dass sich die Geschlechter bei der Moorente äusserlich fast nicht unterscheiden. Männchen und Weibchen haben ein nahezu identisches kastanienbraunes Gefieder. Ein zuverlässiges Unterscheidungsmerkmal ist jedoch die Iris, die beim Männchen weiss und beim Weibchen braun gefärbt ist. 

Als Tauchente ist die Moorente an die Nahrungssuche unter Wasser angepasst. Sensorische Rezeptoren am Schnabel ermöglichen es ihr, auch in trübem Wasser Nahrung wie Wasserpflanzen, Samen und wirbellose Organismen zu lokalisieren. Sie bevorzugt flache Gewässer mit dichter Ufer- und Unterwasservegetation, die sowohl Nahrung als auch Deckung bieten. 

Die Art ist überwiegend ein Zugvogel. Sie überwintert hauptsächlich im Mittelmeerraum, bis in die Gebiete Ost- und Westafrikas sowie Westasiens (u. a. Irak, Iran und Pakistan). Für die Brut wandern die Tiere ab Mitte/Ende August in ihre nördlicheren und östlicheren Verbreitungsgebiete zurück, die sich von Osteuropa über den Mittelmeerraum bis weit nach Zentralasien erstrecken. In West- und Südeuropa können sich die Tiere auch als Standvögel verhalten und den Winter dort verbringen. In Mitteleuropa ist die Art selten geworden, zeigt jedoch lokal wieder vereinzelte Brutvorkommen. 

Die Balz beginnt ab Ende März, wenn die Tiere langsam wieder im Brutgebiet eintreffen. Sie verläuft im Vergleich zu anderen Entenarten relativ unauffällig. Charakteristisch sind Verhaltensweisen wie das Nickschwimmen, bei dem Kopf und Hals nickend bewegt werden, sowie der sogenannte Knickhals, bei dem der Hals stark eingeknickt ist. Die Lautäusserungen bleiben dabei leise und sind meist nur aus nächster Nähe wahrnehmbar.

Das Nest wird gut verborgen in dichter Vegetation nahe am Wasser angelegt, zum Beispiel im Sumpf oder im Verlandungsgürtel knapp über dem seichten Wasser. In Mooren, wie es der Name vermuten lässt, brüten sie jedoch nicht. 

Aufgrund des fortschreitenden Verlusts von Feuchtgebieten, der Entwässerung von Sümpfen, intensiver Landwirtschaft sowie der Verschmutzung von Gewässern gilt die Moorente in vielen Teilen ihres Verbreitungsgebiets als gefährdet. In der Schweiz wird die Art sogar als stark gefährdet eingestuft.

Verwandtschaft

Entenvögel (Anatidae), Tauchenten (Aythya, 12 Arten)

Lebensraum

seichte, nährstoffreiche Binnengewässer mit üppigem Schilfbewuchs

Vogelzug

überwiegend Kurzstreckenzieher, regional auch Standvogel

Sozialstruktur

paarweise, einzeln oder in kleinen Gruppen, auch im Winter nicht sehr gesellig (selten in grossen Scharen versammelt, kann aber vorkommen); für die Brut bilden Paare eine monogame Saisonehe

Lebensraum im Zoo:

Masoala Regenwald
Verwandtschaft

Entenvögel (Anatidae), Tauchenten (Aythya, 12 Arten)

Lebensraum

seichte, nährstoffreiche Binnengewässer mit üppigem Schilfbewuchs

Vogelzug

überwiegend Kurzstreckenzieher, regional auch Standvogel

Sozialstruktur

paarweise, einzeln oder in kleinen Gruppen, auch im Winter nicht sehr gesellig (selten in grossen Scharen versammelt, kann aber vorkommen); für die Brut bilden Paare eine monogame Saisonehe

Lebensraum im Zoo:

Masoala Regenwald

Patenschaft

Helfen Sie uns beim Artenschutz!

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