Der Orangeaugen-Laubfrosch gehört zur Unterfamilie der Greiffrösche, eine Untergruppe der Laubfrösche. Die Tiere sind in Süd- und Mittelamerika heimisch und bevorzugen tropische Wälder als Lebensraum.
Charakteristisch für alle Greiffrösche ist ihre aussergewöhnliche Kletterfähigkeit. Sie können die erste Zehe abspreizen, was ihnen einen besonders festen Griff verleiht. Zudem sind ihre senkrecht geschlitzten Pupillen ein weiteres typisches Merkmal dieser Familie.
Der Orangeaugen-Laubfrosch besticht durch seine leuchtend grüne Körperfärbung, auffällig gelben Augen und blauen Flanken. Er kommt vor allem in den tropischen Wäldern Costa Ricas vor und gilt als stark gefährdet.
Eine der grössten Bedrohungen für diese Art ist der Chytridpilz, ein infektiöser Pilz, der die Haut vieler Amphibien befällt. Er verursacht eine Verdickung der Hornschicht, vermutlich als Abwehrreaktion des Körpers. Diese Veränderung beeinträchtigt jedoch essenzielle Körperfunktionen wie die Thermoregulation, die Wasseraufnahme und den Sauerstoffaustausch über die Haut, was die Überlebenschancen der betroffenen Tiere drastisch verringert.
Der Chytridpilz gefährdet nicht nur tropische Amphibien, sondern stellt auch in der Schweiz eine ernsthafte Bedrohung dar. Um u.a. eine ungewollte Verbreitung zu verhindern, ist die Aufzucht nur mit Sonderbewilligung erlaubt und unter keinen Umständen dürfen Amphibien – egal ob Eier, Larven oder erwachsene Tiere – aus Gewässern entnommen und an einem anderen Ort wieder ausgesetzt werden.
Verwandtschaft
Greiffrösche (Phyllomedusinae), Gattung Agalychnis (13 Arten)
Lebensraum
tropische Regenwälder in Costa Rica