Rameshwaram-Ornamentvogelspinne im Terrarium des Zoo Zürich

Rameshwaram-Ornamentvogelspinne

Poecilotheria hanumavilasumica

Angstseminar SpinnenSa., 7. Nov.08:15–12:00Naturwerkstatt
Die Rameshwaram-Ornamentvogelspinne ist vom Aussterben bedroht. Ihr sehr kleiner Lebensraum wird durch menschliche Eingriffe zunehmend zerstört und fragmentiert.

CR

Rote Liste
Vom Aussterben bedroht

Die Rameshwaram-Ornamentvogelspinne ist eine baumbewohnende Vogelspinnenart aus Asien. Dank ihrer hell- und dunkelbraunen Streifen ist sie auf Baumrinde hervorragend getarnt.

Entdeckt wurde die Art im Jahr 2004 auf der Insel Rameshwaram beim Hanumavilasum-Tempel in Südindien, was auch ihren Namen erklärt. Neben ihrem ursprünglichen Vorkommen in Südindien wurde die Art 2015 auch im Norden Sri Lankas sowie 2017 weiter westlich in den Westghats im indischen Bundesstaat Kerala nachgewiesen.

Der natürliche Lebensraum auf der Insel Rameshwaram – dornige, trockene Busch- und Baumlandschaften – ist heute stark zurückgegangen, da die Insel zunehmend von wirtschaftlich genutzten Pflanzen geprägt ist. Die Art lebt deshalb heute überwiegend in vom Menschen beeinflussten Lebensräumen wie Tamarinden-, Palmen-, Kokos- und Casuarina-Plantagen. Dort nutzt sie Baumhöhlen, Rindenspalten oder Bereiche unter loser Borke als Rückzugsorte.

Mit Einbruch der Dämmerung wird sie aktiv und geht meist nahe ihrem Höhleneingang auf Jagd. Ihre Beute besteht überwiegend aus Insekten und anderen Arthropoden, die sie mithilfe ihres neurotoxischen Gifts lähmt. Anschliessend gibt sie Verdauungsenzyme in das Beutetier ab, um die Nährstoffe «in gelöster Form» aufnehmen zu können.

Obwohl Vogelspinnen der Gattung Poecilotheria zu den giftigsten der Welt gehören, stellen sie für den Menschen keine ernsthafte Gefahr dar. Sie sind nämlich nicht besonders aggressiv und flüchten in der Regel bei Bedrohung zurück in ihren Unterschlupf.

Weibchen zeigen eine ausgeprägte Standorttreue und bewohnen über mehrere Jahre denselben Unterschlupf, sofern sie nicht gestört werden. Dieser wird in der Regel allein genutzt.

Einmal pro Jahr legt das Weibchen seine Eier in einen Kokon, eine aus Seide bestehende Schutzhülle, den es bewacht. Zusätzlich schliesst es den Eingang der Wohnhöhle mit einer dicken Schicht Seide. Ein Weibchen kann mehrere Dutzend Jungtiere hervorbringen, von denen jedoch viele aufgrund von Kannibalismus oder natürlichen Feinden nicht überleben.

Verwandtschaft

Vogelspinnen (Theraphosidae), Gattung Poecilotheria (ca. 15 Arten)

Lebensraum

tropisches Trockengebüsch, aber auch Tamarinden-, Casuarina-, Palm- und Kokosplantagen

Lebensweise

nachtaktiv, einzelgängerisch, baumlebend (nutzt tagsüber vor allem Baumhöhlen oder Rindenspalten als Rückzugsort)

Nahrung

jagt aus der Lauer heraus Insekten oder andere Arthropoden (injiziert Beute mit paralysierendem Gift)

Verwandtschaft

Vogelspinnen (Theraphosidae), Gattung Poecilotheria (ca. 15 Arten)

Lebensraum

tropisches Trockengebüsch, aber auch Tamarinden-, Casuarina-, Palm- und Kokosplantagen

Lebensweise

nachtaktiv, einzelgängerisch, baumlebend (nutzt tagsüber vor allem Baumhöhlen oder Rindenspalten als Rückzugsort)

Nahrung

jagt aus der Lauer heraus Insekten oder andere Arthropoden (injiziert Beute mit paralysierendem Gift)

Patenschaft

Helfen Sie uns beim Artenschutz!

Rameshwaram-Ornamentvogelspinne für CHF 100.–

Pat*in werden

Patenschaft

Helfen Sie uns beim Artenschutz!

Rameshwaram-Ornamentvogelspinne für CHF 100.–

Pat*in werden
Zurück zur Übersicht