Riesenblattschrecken-Weibchen erreichen eine Länge von bis zu 13 Zentimetern, während die Männchen etwas kleiner bleiben. Ihre Flügelspannweite kann beeindruckende 25 Zentimeter betragen. Trotzdem sind sie keine guten Flieger. Meist bewegen sie sich krabbelnd fort – und auch das eher selten, denn sie sind perfekt getarnt.
Obwohl Riesenblattschrecken keine Ohren am Kopf haben, wie wir es von Säugetieren kennen, besitzen sie dennoch Hörorgane, die denen des Menschen ähnlich sind. Ihre Trommelfelle befinden sich jedoch nicht am Kopf, sondern an den Vorderbeinen. Mit diesen können sie Geräusche aus der Ferne wahrnehmen – eine entscheidende Fähigkeit, um potenzielle Feinde frühzeitig zu erkennen.
Bei den weiblichen Tieren kann am hinteren Körperende eine Art Stachel zu sehen sein. Dieser ist nicht gefährlich, denn es handelt sich dabei um den Ovipositor, den Eiablagestachel. Mit ihm legen die Weibchen ihre Eier direkt in den Boden.
Nach etwa zwei bis drei Monaten schlüpfen die Nymphen (Jungtiere) und zeigen ein bemerkenswertes Verhalten: Bis zur Häutung zum erwachsenen Tier können sie ihre Kotbällchen mithilfe ihrer Sprungbeine meterweit wegschleudern. Auf diese Weise verhindern sie, dass Fressfeinde sie trotz ihrer Tarnung durch den Geruch aufspüren.
Verwandtschaft
Laubheuschrecken (Tettigoniidae), Gattung Siliquofera (1 Art)
Lebensraum
Regenwälder Papua-Neuguineas, Indonesiens und des nördlichen Australiens
Lebensweise
nacht- und dämmerungsaktiv