Scharlachbrustlori im Lori-Haus des Zoo Zürich

Scharlachbrustlori

Trichoglossus forsteni mitchellii

Die Zunge des Loris besitzt pinselartige Papillen, die wie kleine Borsten aussehen. Damit kann er Nektar und Pollen aus Blüten lecken.

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Rote Liste
Stark gefährdet

Loris ernähren sich überwiegend von Nektar, Pollen und Früchten und übernehmen damit eine wichtige ökologische Rolle als Bestäuber. Charakteristisch für Loris ist zudem die spezialisierte Zunge mit pinselartigen Papillen zur Nektaraufnahme: Streckt der Lori seine Zunge in Blüten, richten sich die Papillen auf, und der Nektar bleibt daran haften. Beim Zurückziehen wird die Zunge an den Gaumen gepresst, wobei der flüssige Nektar in Hautfalten aufgefangen wird. Dieser Vorgang wiederholt sich beim Fressen in rascher Folge.

Der Scharlachbrustlori (Trichoglossus forsteni) fällt durch seine leuchtend rote Brust auf. Die Art wurde 1850 von Prinz Charles Lucien Bonaparte erstmals wissenschaftlich beschrieben. Später galt er jedoch lange als Unterart des Allfarbloris (Trichoglossus haematodus), bevor genauere Untersuchungen ihn wieder als eigenständige Art bestätigten.

Der Scharlachbrustlori ist heute stark gefährdet. Hauptursache ist der Fang für den internationalen Vogelhandel. Zusätzlich wirkt sich der Verlust seines Lebensraums durch Abholzung für Plantagen und Landwirtschaft negativ aus. Früher war die Art auf mehreren indonesischen Inseln verbreitet, darunter Bali, Lombok, Sumbawa sowie Tanahjampea und Kalaotoa. Heute sind die Bestände im gesamten Verbreitungsgebiet stark zurückgegangen und bestehen vielerorts nur noch aus kleinen, isolierten Gruppen. Die Art kommt nur noch in Teilen von Bali (mit Vorkommen bis nach Java), im Norden Lomboks und in einigen Regionen Sumbawas vor, wo sie vor allem Waldränder, lichte Wälder und vom Menschen geprägte Landschaften bewohnt.

Im Zoo Zürich wird eine von vier Unterarten des Scharlachbrustloris gehalten: Trichoglossus forsteni mitchellii, die vor allem von Bali und Lombok bekannt ist. Sie ist etwas kleiner und zeigt feine Unterschiede in der Gefiederzeichnung, etwa einen dunkleren Kopf mit grünlicher Strichelung. Diese Merkmale sind jedoch nicht immer eindeutig. Klar ist, dass diese Vögel sehr selten sind. Bei den wenigen beobachteten Individuen ist zudem unklar, ob sie tatsächlich aus natürlichen Populationen stammen oder teilweise auf entflogene Käfigvögel zurückgehen.

Verwandtschaft

Familie Altweltpapageien (Psittaculidae), Gattung Keilschwanzloris (Trichoglossus, um 10 Arten)

Lebensraum

Tiefland mit Wald- und Gebüschvegetation; auch Gebirge über 1000 m ü. M., sofern geeignete Futterbäume (z. B. Korallenbäume) vorhanden sind; vom Menschen geprägte Landschaften

Lebensweise

in Schwärmen, monogame Paarbildung, nisten in Baumhöhlen

Nahrung

Pollen, Nektar, Früchte, Samen und Insekten

Verwandtschaft

Familie Altweltpapageien (Psittaculidae), Gattung Keilschwanzloris (Trichoglossus, um 10 Arten)

Lebensraum

Tiefland mit Wald- und Gebüschvegetation; auch Gebirge über 1000 m ü. M., sofern geeignete Futterbäume (z. B. Korallenbäume) vorhanden sind; vom Menschen geprägte Landschaften

Lebensweise

in Schwärmen, monogame Paarbildung, nisten in Baumhöhlen

Nahrung

Pollen, Nektar, Früchte, Samen und Insekten

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