Der Seychellen-Riesentausendfüsser kommt, wie der Name vermuten lässt, nur auf den Seychellen vor. Er lebt in feuchten Waldgebieten, in denen er abgestorbenes, organisches Material, wie zum Beispiel Laub, frisst. Durch diese Tätigkeit kommen Nährstoffe in den Boden zurück, was die Bodenfruchtbarkeit verbessert und das gesamte Ökosystem unterstützt.
Der Seychellen-Riesentausendfüsser meidet Hitze und Trockenheit, indem er sich im Laub, im Boden oder unter Steinen versteckt. Gegen Fressfeinde schützt sich die Art mit chemischen Abwehrstoffen.
Der Seychellen-Riesentausendfüsser gilt als stark gefährdet. Ursachen sind vor allem invasive Pflanzenarten, die seinen Lebensraum und damit sein Nahrungsangebot verändern, sowie der Klimawandel, der zu längeren Trockenzeiten führt. Dadurch breitet sich auch eine parasitische Fliege stärker aus, die besonders erwachsene Tiere befällt.
Zwischen 2000 und 2005 ging die Population um mehr als die Hälfte zurück. Auf den Inseln Mahé und Praslin ist die Art bereits verschwunden; vermutlich, weil eine aus Madagaskar eingeschleppte Säugetierart – die sogenannten Tenreks - sie bejagten.
Verwandtschaft
Riesentausendfüsser (Spirostreptidae), Gattung Sechelleptus (32 Arten)
Lebensraum
Regenwälder, Streuschicht
Nahrung
abgestorbenes, organisches Material
Körperlänge
oft über 15 cm (bis zu 24 cm)