Die strahlenförmige Panzermusterung der Schildkröte ist namensgebend für diese Art. Da jedes Individuum eine einzigartige Musterung aufweist, können die Tiere relativ einfach unterschieden werden.
Die Strahlenschildkröte ist endemisch, kommt also nur auf Madagaskar vor. Ihr natürlicher Bestand ist stark bedroht und ihr Lebensraum verschwindet durch menschenverursachte Brandrodung, Abholzung oder Überweidung. Die Schildkröten werden aber auch gesammelt und als Nahrungsmittel oder als Haustiere verkauft; dies obwohl sie nach internationalen Artenschutzübereinkommen geschützt sind.
Während der heissen Trockenzeit ist die Strahlenschildkröte nur in den frühen Morgenstunden oder am späten Nachmittag anzutreffen. In der Regenzeit ist sie den ganzen Tag über aktiv. Jungtiere überdauern die Trockenzeit im Laub oder graben sich im Sand ein.
Erst wenn die Männchen eine Länge von ca. 30 Zentimetern erreicht haben, beginnen sie, zu balzen und sich zu paaren. Lautes Zischen und Grunzen während der Paarung ist üblich. Die Weibchen legen 2 bis 12 Eier in ein zuvor gegrabenes Loch und verlassen dann das Gelege.
Nach 215 bis 240 Tagen schlüpfen die Jungtiere. Strahlenschildkröten zeigen eine temperaturabhängige Geschlechtsdetermination. Bei Temperaturen bis 29 °C schlüpfen Männchen, ab etwa 29 oder 30 °C Weibchen.
Verwandtschaft
Landschildkröten (Testudinidae), Strahlenschildkröten (Astrochelys, 2 Arten)
Lebensweise
Aktivitätszeiten saisonal unterschiedlich
Sozialstruktur
meist einzelgängerisch