Strausswachtel in der Forschungsstation des Zoo Zürich

Strausswachtel

Rollulus rouloul

Die Strausswachtel lebt monogam und bildet eine besonders enge Paarbindung, die auch ausserhalb der Brutzeit bestehen bleibt. Eine ungewöhnliche Besonderheit bei der Aufzucht ist, dass beide Eltern ihre Küken direkt von Schnabel zu Schnabel füttern – ein Verhalten, das bei Hühnervögeln eher selten ist.

VU

Rote Liste
Gefährdet

Strausswachteln sind bodenlebend und halten sich in den dichten, immergrünen Tieflandwäldern Südostasiens auf, einschliesslich Süd-Myanmar, Süd-Thailand, Malaysia, Sumatra und Borneo. Sie leben meist in kleinen Gruppen, wo sie tagsüber den Boden scharrend nach Nahrung absuchen, etwa nach Samen, Früchten, Insekten und anderen Wirbellosen.

Gelegentlich schliessen sich Strausswachteln Wildschweinen an, die grosse Früchte aufbrechen. Strausswachteln profitieren von freigelegter oder zurückgelassener Nahrung.

Bei Gefahr können sie sich sehr schnell mit schaukelnden Bewegungen in Sicherheit bringen. Fliegen können sie hingegen nicht besonders gut; wenn, dann nur kurze Strecken und nicht sehr hoch. In der Nacht suchen Strausswachteln auf Bäumen Unterschlupf. 

Die Strausswachtel weist einen klaren Geschlechtsdimorphismus auf: Männchen tragen ein metallisch grün-schwarzes Gefieder mit auffälligem rotem Kopfschmuck. Weibchen sind überwiegend grün gefärbt, mit grauem Kopf. Sie haben keinen Kamm. Beiden Geschlechtern gemeinsam sind die rot umrandeten Augen. 

Strausswachteln sind monogam und bilden dauerhafte Paare. Das Paar baut jeweils ein halbkugelförmiges Bodennest, das mit Blättern gut getarnt wird. Das Weibchen legt 4 bis 6 Eier, die es rund 18 Tage bebrütet, während das Männchen die Umgebung bewacht.

Ungewöhnlich für Hühnervögel füttern später beide Eltern die Küken von Schnabel zu Schnabel, statt sie nur am Boden fressen zu lassen. Die Jungvögel sind zwar Nestflüchter, bleiben aber zunächst noch in der Nähe des Nestes, bevor sie nach etwa einem Monat selbstständig werden. 

Aufgrund der rasanten Zerstörung ihres Lebensraums durch Abholzung und Umwandlung in Landwirtschaftsflächen, insbesondere Ölpalmenplantagen, sowie Fragmentierung der Wälder, stuft die IUCN die Art als gefährdet ein.

Verwandtschaft

Fasanenartige (Phasianidae), Strausswachteln (Rollolus, 1 Art)

Lebensraum

Regenwald, Bambushaine, Waldlichtungen bis auf 1500 m ü. M.

Lebensweise

tagaktiv, bodenlebend, zum Übernachten auf Bäumen

Vogelzug

standorttreu

Verwandtschaft

Fasanenartige (Phasianidae), Strausswachteln (Rollolus, 1 Art)

Lebensraum

Regenwald, Bambushaine, Waldlichtungen bis auf 1500 m ü. M.

Lebensweise

tagaktiv, bodenlebend, zum Übernachten auf Bäumen

Vogelzug

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