Der Uganda-Rosenkäfer fällt auf durch seine Grösse und bunte Färbung. Ausgewachsene Käfer erreichen eine Körperlänge von bis zu 8.5 Zentimetern und zeigen eine vielfältige Farbpalette – von rötlich-braunen bis hin zu blau-grünen, violetten oder schwarzen Tönen. Meist sind sie zudem mit weissen Mustern versehen, die von Tier zu Tier individuell variieren.
Den Grossteil ihres Lebens verbringen Uganda-Rosenkäfer jedoch nicht als Käfer, sondern als Larven. Das Larvenstadium dauert bis zu zwei Jahre, in denen sie als Destruenten eine wichtige ökologische Rolle übernehmen. Sie ernähren sich hauptsächlich von Totholz und verrottendem Pflanzenmaterial und tragen so zur Zersetzung organischer Stoffe bei.
Die ausgewachsenen Larven verpuppen sich in einem Kokon aus Erde und Speichel. Nach zwei bis drei weiteren Monaten schlüpft daraus der adulte Käfer (Imago). Als adulte Tiere leben sie nur noch einige Monate, in denen sie sich hauptsächlich der Fortpflanzung widmen. Bei den Männchen können sogenannte Schiebekämpfe beobachtet werden, wozu sie ihr Horn einsetzen.
Der Uganda-Rosenkäfer wird in der Forschung verwendet, um die Muskelaktivität beim Fliegen zu untersuchen. Rosenkäfer fliegen mit geschlossenen Deckflügeln (Elytren), indem sie ihre Unterflügel ausstrecken und damit schlagen. Dadurch können kleine Computer auf ihren Rücken befestigt werden, ohne sie dabei am Fliegen zu hindern. Der Uganda-Rosenkäfer eignet sich ausserdem für das Experiment, weil er dank seiner Grösse ein höheres Gewicht tragen kann.
Verwandtschaft
Blatthornkäfer (Scarabaeidae), Mecynorrhinella (ca. 4 Arten)
Lebensraum
Laubboden des tropischen Regenwaldes rund um den Albertsee
Nahrung
Larven: verrottendes Laub und totes Holz; adulte Käfer: Blüten und Früchte