Der Vierpunktkärpfling ist eine kleine Süsswasserfischart, welche eine Körperlänge von etwa drei bis vier Zentimeter erreicht. Die Männchen bleiben dabei in der Regel etwas kleiner als die Weibchen. Die Geschlechter lassen sich zudem anhand der zum Gonopodium umgebildeten Afterflosse der Männchen unterscheiden, die der inneren Befruchtung dient.
Charakteristisch für die Art sind die dunklen, runden bis ovalen Flecken entlang der Körperseiten. Meistens tragen die Tiere vier dieser Punkte – daher der deutsche Name Vierpunktkärpfling sowie die wissenschaftliche Bezeichnung P. quadripunctatus. Gelegentlich treten jedoch auch Individuen mit nur einem oder bis zu fünf Flecken auf.
Im natürlichen Verbreitungsgebiet, das sich vor allem über das Einzugsgebiet des Río Sixaola in Costa Rica sowie Teile Westpanamas erstreckt, besiedelt die Art flache, langsam fliessende Gewässer mit dichter Wasser- und Ufervegetation. Dort ernährt sie sich überwiegend von Kleinstorganismen, Algen und Detritus, insbesondere von abgestorbenen Mikroorganismen im Bodengrund.
Die Bestände des Vierpunktkärpflings gelten laut IUCN als stark gefährdet. Die Hauptbedrohungen stehen in engem Zusammenhang mit menschlichen Eingriffen in seinen Lebensraum. Grossflächige Entwaldung und die Umwandlung der Flächen in Plantagen führen zu erhöhtem Nährstoffeintrag, Pestizidbelastung und Sedimentation in den Gewässern. Hinzu kommt die unzureichende Abwasserinfrastruktur, so zum Beispiel in der Stadt Sixaola in Costa Rica, die zu zusätzlicher Verschmutzung der natürlichen Habitate führt. Diese Faktoren beeinträchtigen die Lebensraumqualität und verursachen erhöhte Mortalitätsraten innerhalb der Populationen.
Verwandtschaft
Lebendgebärende Zahnkarpfen (Poeciliidae), Gattung Phallichthys (über 3000 Arten)
Lebensraum
langsam fliessende Flüsse und auch stehende Gewässer mit einer Tiefe von etwa 10 bis 50 cm
Lebensweise
in kleineren Gruppen zwischen Wasserpflanzen
Nahrung
Zooplankton, einzelligen Algen und Schlamm