
Forschungsprojekt
Kommunikation der Klippschliefer
Wie arrangieren sich die Kap-Klippschliefer mit den Dscheladas und den Nubischen Steinböcken, ihre «WG»-Kollegen im Zoo Zürich? Und mit welchen Lauten kommunizieren sie von Klippschliefer zu Klippschliefer?
Klippschliefer sind ungewöhnliche Tiere und zwar gleich in mehrfacher Hinsicht. Evolutionär gesehen sind sie die nächsten lebenden Verwandten von Elefanten und Seekühen. Sie haben sich hochgradig an eine felsbewohnende Lebensweise angepasst. Und sie verfügen über ein komplexes Sozial- und Kommunikationsverhalten.
Im Zoo Zürich teilen sich die Klippschliefer ihre Anlage mit Nubischen Steinböcken und Dscheladas. Die ungewöhnliche Ökologie und die hochsoziale Lebensweise der Klippschliefer machen es dabei spannend, zu erforschen, welchen Einfluss die Präsenz anderer Tierarten auf sie hat.
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Zwischenartliche Effekte
In Zusammenarbeit mit der Universität Wien (Forschungsgruppe Dr. Angela Stöger-Horwath, Mammal Communication Lab) haben Forschende die Klippschliefergruppe im Semien Gebirge des Zoo Zürich intensiv beobachtet. Sie legten dabei einen besonderen Fokus auf die zwischenartlichen Effekte innerhalb der Vergesellschaftung der Klippschliefer, Dscheladas und Nubischen Steinböcke.
Zusätzlich haben die Forschenden Tonaufnahmen der komplexen Lautäusserungen der Klippschliefer gemacht – ein Forschungsfeld, das bisher in Zoos nur wenig untersucht worden ist.
Audio: So klingen Klippschliefer
Die Ergebnisse der Studie werden zoologischen Einrichtungen bei der Planung und Gestaltung neuer Gemeinschaftseinrichtungen helfen. Ebenso dienen sie als Grundlage für weitere Forschungen.

