Bild einer Kupfer-Blasenanemone (Entacmaea quadricolor) im Zoo Zürich.

Forschungsprojekt

Tierwohlgerechte Tötungsmethoden für Anemonen

Anemonen sind wirbellose Tiere. Muss man sie töten, sollte das entsprechend tierwohlgerecht erfolgen. Dieses Forschungsprojekt hat verschiedene Methoden dafür untersucht.

Blasenanemonen (Entacmea quadricolor) sind häufige Bewohnerinnen in Aquarien und Zoos. Doch welche Methode verwendet man, um die wirbellosen Tiere zu töten? Zum Beispiel, weil sie krank sind, oder in einem Aquarium zu zahlreich werden und das Ökosystem aus dem Gleichgewicht zu bringen drohen?

Die Studie hat diese Frage systematisch untersucht. Denn auch bei wirbellosen Tieren wie Seeanemonen ist das Tierwohl zentral.

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Das Forschungsteam aus Veterinärmediziner*innen der Universität Zürich testete drei Betäubungsmittel (Magnesiumchlorid, MS-222 und Ethanol), die bei wirbellosen Wassertieren häufig verwendet werden. Alleine führte keines der Betäubungsmittel zuverlässig zum Tod. Alle machten die Anemonen aber unempfindlich für die effektive Herbeiführung des Todes in einem zweiten Schritt.

Als tierwohlgerechteste Tötungsmethode für Seeanemonen ergab sich ein zweistufiges Verfahren: Zuerst die Betäubung mittels Magnesiumchlorid-Lösung, gefolgt von Einfrieren oder Eintauchen in Formalin oder Ethanol. Diese Erkenntnisse helfen uns und anderen Zoos, beim Umgang mit Seeanemonen das Tierwohl bis zum Tod zu gewährleisten.

  • Forschungspartner

    Universität Zürich

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