Der Blaue Bambus-Taggecko wurde 1991 das erste Mal wissenschaftlich beschrieben. Diese Erstbeschreibung wurde durch den Frankfurter Herpetologen Robert Seipp vorgenommen. Er gab der Art den wissenschaftlichen Namen Phelsuma klemmeri, zu Ehren des damaligen Kustos für Herpetologie des Senckenberg Museums, Konrad Klemmer.
Innerhalb der Phelsumen-Arten ist der Blaue Bambus-Taggecko ein eher kleiner dafür farbenfroher Vertreter. Äussere Unterschiede zwischen Männchen und Weibchen gibt es wenige. Männchen werden etwas grösser als Weibchen. Zudem sind bei Weibchen die Backen häufig vergrössert, weil sie dort Kalk einlagern.
Geckos haben an den Zehen spezielle «Haftpolster». Deren gröbste Struktur, die Lamellen, kann man bei genauem Hinschauen von blossem Auge als Rippen oder Linien erkennen.
Sie alleine reichen zum Haften aber noch nicht aus. Denn was erst unter dem Mikroskop sichtbar wird: Auf jeder einzelnen Lamelle hat es Tausende feinster Borsten oder Härchen. Sie sind nur gerade so lang, wie ein Menschenhaar etwa dick ist.
An ihren Enden teilen sich diese Härchen nochmals hundertfach in unvorstellbar kleine Plättchen auf. Diese sind es schliesslich, die es dem Gecko in einem raffinierten Zusammenspiel mit dem Blutkreislauf ermöglichen, an glatten Oberflächen haften zu bleiben.
Verwandtschaft
Geckos (Gekkonidae), Taggeckos (Phelsuma, über 50 Arten)
Sozialstruktur
einzelgängerisch